Ein neues Werk für die Wartung

Mit dem Grundstein für das Wartungs- und Instandhaltungswerk wurde am 7. März in Dortmund ein wichtiger Meilenstein für die planmäßige Umsetzung des Rhein-Ruhr-Express (RRX) gelegt. Auf dem Gelände an der Bornstraße will Siemens künftig die gerade im Bau befindlichen RRX-Züge instand halten und Arbeitsplätze für 75 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen.

Ein neues Werk für die Wartung: Grundsteinlegung für das RRX-Werk mit (v.l.n.r.) Ludger Wilde (Stadt Dortmund), Dr. Jürgen Eickholt (Siemens), NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Polier Stefan Schütz, Martin Husmann (VRR) // Quelle: VRR

Über einen Zeitraum von 32 Jahren wird Siemens in dem Werk alle 82 RRX-Züge warten und instand halten mit dem Ziel, eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherzustellen. Damit das funktioniert, setzt Siemens auf ein vorausschauendes Wartungssystem. Dabei sollen modernste Diagnose- und Analysesysteme vorausschauend dazu beitragen, dass mögliche Fehler vorzeitig erkannt und behoben werden. Am Dortmunder Standort schafft das Unternehmen 75 Arbeitsplätze – für die Instandhaltung und Reinigung der Züge, in der Verwaltung und zur Bewachung der Anlage. „Das nächste Etappenziel ist erreicht“, machte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek bei der feierlichen Zeremonie zur Grundsteinlegung deutlich. Der RRX werde den schienengebundenen Personennahverkehr des Landes revolutionieren, die Situation hunderttausender Pendler nachhaltig verbessern sowie neue Maßstäbe etwa hinsichtlich Komfort, Takt- und Reisezeiten setzen. Auch Martin Husmann, Vorstandssprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), betonte im Namen der am Projekt beteiligten Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr den Stellenwert des neuen Werkes: „Ich freue mich besonders für die Fahrgäste, denn die heutige Grundsteinlegung markiert eine bedeutende Investition in die Zukunft für die täglich rund 2,4 Millionen Menschen, die im Schienenpersonennahverkehr im Land unterwegs sind. Wir erwarten, dass das neue Dortmunder Werk bald maßgeblich dazu beiträgt, eine bestmögliche Einsatzfähigkeit der neuen Fahrzeuge zu garantieren.“

So groß wie zehn Fußballfelder

Das Werksgelände ist rund 70.000 Quadratmeter groß und entspricht dabei der Fläche von etwa zehn Fußballfeldern. Den Mittelpunkt bildet eine Fahrzeughalle, die über sechs Gleise verfügt und Platz für gleich mehrere RRX-Züge bietet. Hinzu kommen unter anderem ein dreigeschossiges Lager, eine Anlage zur Außenreinigung, eine Unterflurdrehmaschine für die Radsatzüberarbeitung und eine Radsatzdiagnoseanlage. Dr. Jochen Eickholt, CEO Siemens Mobility, ist zufrieden, dass das Werk mit der Grundsteinlegung nun planmäßig in die entscheidende Bauphase kommt: „In Dortmund-Eving überführen wir den Service und die Wartung von Zügen in das digitale Zeitalter. Wir benutzen Algorithmen, um von den Zügen gelieferte Daten zu analysieren und können so Fehlfunktionen beheben, bevor sie überhaupt eintreten. So können wir unserem Kunden VRR und allen Fahrgästen eine über 99-prozentige Verfügbarkeit unserer Züge garantieren. Wir freuen uns, dass wir dieses Depot in Dortmund errichten können.“ Siemens investiere dort rund 80 Mio. Euro.

Das Werk werde besonders energieeffizient sein und die Wertevorgaben der neuen Europäischen Energiesparverordnung EnEV um 15 Prozent unterschreiten. Es soll bereits Mitte 2018 seinen Testbetrieb aufnehmen. Grundstückseigentümer ist der VRR, der die Fläche von der Deutschen Bahn gekauft hat. Über einen Teil der Fläche ist ein bis zum Jahr 2050 geltender Erbbaurechtsvertrag mit der Siemens AG geschlossen worden. Über die Standortwahl und die dadurch geschaffenen neuen Arbeitsplätze in Dortmund freut sich auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau: „Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs hier an der Bornstraße ist ideal für diese Zukunftsinvestition. Der RRX wird Impulse für die Rhein-Ruhr-Region entscheidend beflügeln. Die Grundsteinlegung für diese moderne Infrastruktur-Einrichtung ist für Dortmund und Westfalen ein erfreulicher Beitrag zur Standort- und Stadtentwicklung.“

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Link zur Pressemitteilung von Siemens/VRR