Baustart für den RRX

Damit der RRX im angestrebten dichten Takt fahren kann, ist ein umfangreicher Aus- und Umbau der Schienenwege erforderlich. Für die ersten Abschnitte im Raum Köln liegt das Baurecht bereits vor. Die Arbeiten starten 2017.

Quelle: DB Netz AG

Aufgrund der Streckenlänge und der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten ist das Großprojekt RRX in sechs Planfeststellungsbereiche (PFB) aufgegliedert. Diese sind wiederum in insgesamt 14 Planfeststellungsabschnitte (PFA) unterteilt. Einige Abschnitte durchlaufen bereits das gesetzlich vorgeschriebene Planfeststellungsverfahren. Für den PFA 1.1 (Köln-Mülheim) liegt bereits Baurecht vor. Der Spatenstich erfolgt im März 2017. Zwischen dem Güterbahnhof Köln-Mülheim und Köln-Stammheim wird im Zuge der Arbeiten die Distanz der beiden S-Bahn-Gleise von 3,80 auf 4 Meter erhöht. Durch diese Anpassung können die Gleise künftig auch von Güterzügen befahren werden, die heute noch auf Fernverkehrsgleisen unterwegs sind. Die entlastete Fernverkehrstrasse kann dann den zusätzlichen RRX-Verkehr aufnehmen. Zur Ermöglichung einer flexiblen Betriebsführung erfolgt darüber hinaus der Umbau von vier Weichen. Dafür sind unter anderem Anpassungen an den Signalen und der Oberleitung erforderlich.

Bürgerinformation in Duisburg

Auch bei den weiteren Planfeststellungsabschnitten kommen die Infrastrukturplanungen weiter voran. So liegen für die Planungsabschnitte auf dem Duisburger Stadtgebiet (PFA 3.2 und 3.3) inzwischen erste Berechnungsergebnisse der schalltechnischen Untersuchung vor. Bei zwei Bürgerinformationsveranstaltungen Ende November hat die für den Ausbau zuständige DB Netz AG interessierten Bürgern die Ergebnisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen noch vor Beginn des offiziellen Planfeststellungsverfahrens vorgestellt. Experten der Bahn sowie ein Schallgutachter präsentierten Details zu den geplanten Schallschutzmaßnahmen und beantworteten die Fragen der Anwohner.

Offenlage der Planung in Düsseldorf

Für den Abschnitt Düsseldorf Wehrhahn – Düsseldorf-Unterrath (PFA 3.0) liegen noch bis zum 6. Dezember die Planfeststellungsunterlagen offen. Im Rahmen dieser Offenlage der Pläne bei der Stadt Düsseldorf können sich alle Beteiligten über die Planung informieren. Sie haben im Anschluss bis zum 20. Dezember die Gelegenheit, ihre Stellungnahmen und Einwände einzubringen. Die DB Netz AG bietet - neben den Informationen auf der Homepage und den möglichen Kommunikationskanälen (E-Mail und Hotline) - vier Sprechstunden vor Ort an, in denen Fragen zu den Plänen gestellt werden können.

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Informationen der DB zum Bauprojekt